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Forschungsbericht 2006

  • Die Einheit von Forschung und Lehre galt von jeher als besonderes Markenzeichen der Universitäten, insbesondere der deutschen; die Fachhochschulen dagegen hatten ihr Schwergewicht vor allem auf die Lehre zu legen, was sich nicht zuletzt im bis heute doppelten Lehrdeputat ihrer Professoren ausdrückt. Während sich jedoch an den Universitäten erste Anzeichen einer Aufweichung dieser nach meiner Überzeugung unverzichtbaren Einheit zeigen, gewinnt die Forschung an den Fachhochschulen des Landes immer mehr an Fahrt. Letzteres muss auch so sein, nachdem die Fachhochschulen mit Bachelor und Master die gleichen akademischen Grade verleihen dürfen wie die Universitäten. Ein anspruchsvoller Master-Studiengang, auch ein »anwendungsorientierter«, ist nur in einem forschungsgeprägten Umfeld möglich. Der letzte Schritt bleibt den Fachhochschulen allerdings bis heute versagt: das Promotionsrecht. Das ist für die HdM nicht zuletzt deswegen schmerzlich, weil sie geschätzten alten Kollegen dabei zusehen muss, wie deren Institute den vollen Universitätsstatus mit allen damit verbundenen Rechten erlangen. London, Moskau, Xi‘an und andere, darunter auch das deutsche Wuppertal, sind in diesem Sinne an der HdM vorbeigezogen. Dabei haben die Fachhochschulen und hat die Hochschule der Medien durchaus zum Doktoranden qualifizierte Absolventen zu bieten, und ihre Professoren sind auch in der Lage, Doktoranden zu betreuen. Im Berichtsjahr wurde eine an der HdM erstellte Dissertation von beiden Gutachtern einer »Elite- Universität«, der Ludwig-Maximilians-Universität München nämlich, mit summa cum laude bewertet. Vom Rektor der Stuttgarter Hochschule für Technik, dem Kollegen Prof. Dr. Martin Stohrer, stammt die Idee, den Dreischritt Bachelor – Master – Ph. D. zunächst an den Fachhochschulen zu vollenden. Eine gute Idee eigentlich; vielleicht ergeht es dem Ph. D. dann wie einst dem Dr.-Ing.: bei seiner Einführung als Doktor zweiter Klasse gedacht, gilt er heute als Ausweis besonderer Qualität. Prof. Dr. Wolfgang Faigle Prorektor für Forschung und Internationale Beziehungen

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Metadaten
URN:urn:nbn:de:bsz:900-opus4-64998
Contributor(s):Wolfgang Faigle
Document Type:Researchpaper
Language:German
Year of Completion:2007
Creating Corporation:Hochschule der Medien
Contributing Corporation:Institut für angewandte Forschung (IAF)
Release Date:2019/05/21
Pagenumber:148
Access Rights:Frei zugänglich
Licence (German):License LogoCreative Commons - CC BY-NC-ND - Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International