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Forschungsbericht 2018

  • 2018 war für die Forschung an der Hochschule der Medien ein gutes Jahr. Erfreulich ist ein Anstieg der Forschungsdrittmittel auf nunmehr über 3,6 Millionen Euro. Neben den öffentlichen Förderprojekten gelingt es auch immer häufiger Forschung rein privatwirtschaftlich finanziert durchzuführen. So betrug der Anteil der Drittmittel aus privatfinanzierten Forschungsvorhaben in 2018 rund 20 %. Hinzu kommen die weiteren Drittmittel welche – ein Beispiel sind die Programme des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst aus dem „Fonds Erfolgreich Studieren in Baden- Württemberg“ (FESt-BW) – erhebliche Forschungsanteile haben. So kommen wir in der Summe auf ein gesamtes Drittmittelaufkommen von weit über 4,6 Millionen Euro. Dass wir unsere Position weiter ausbauen konnten ist umso erfreulicher, wenn man die schwierigen politischen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Die langen Koalitionsverhandlungen führten dazu, dass zu Beginn des Jahres über Monate hinweg keine neuen Anträge auf Bundesebene bewilligt wurden und sich erwartete Ausschreibungen verzögerten. Gleichzeitig liefen Forschungsprojekte aus, wodurch Beschäftigungslücken entstanden und die Abwanderung von Mitarbeiter/-innen in die Industrie drohte. Hier setzte die Hochschulleitung mit dem Institut für Angewandte Forschung Akzente und machte mehrfach Risikozusagen mit dem Ziel die Mitarbeiter/-innen an der Hochschule zu halten. Das Finden und Halten guter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist eine der größten Herausforderungen für die Hochschule. Die Gehälter im Großraum Stuttgart kennen im Moment nur eine Richtung und zwar nach oben. Was für unsere Absolventen erfreulich ist bedeutet für uns als Arbeitgeber mit den bekannten Tarifstrukturen, dass wir uns anderweitig positionieren müssen. Neben inhaltlich spannenden Projekten ist das vor allem die Chance zur weiteren Qualifikation. Programme wie der Forschungsmaster und der Zugang zu Promotionen sind die großen Hebel dazu. Somit war ein Arbeitsschwerpunkt der weitere Ausbau des Zugangs zu Promotionen. Als Hochschule der Medien streben wir kein eigenes Promotionsrecht an, sondern setzen auf belastbare Partnerschaften. Erfreulich ist vor dem Hintergrund, dass die bestehende Kooperation mit Swansea University vom Themenschwerpunkt Drucktechnologie auf die Bereiche Management, Innovation und Entrepreneurship ausgeweitet werden kann. Auch mit unseren Partnern in Almeria, Swinburne und der OsloMet University gibt es fortgeschrittene Gespräche und neue Abkommen. Im Inland steht mit der Verabschiedung des neuen Landeshochschulgesetzes Anfang 2018 das Thema Assoziierung auf der Tagesordnung. Hier profitiert die Hochschule der Medien von der vertrauensvollen Zusammenarbeit im Bereich Forschung aber auch den Transferinstrumenten wie Weiterbildung und Unternehmensgründung mit den Universitäten in der Region. Auch das bestehende Promotionskolleg zeigt, dass die Kooperation zwischen den Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaft in der Forschung funktionieren kann. Am Ende sind es vor allem die einzelnen Kolleginnen und Kollegen in unserem Haus, welche in der Scientific Community anerkannt und geschätzt sind. Somit sind wir zuversichtlich in enger Kooperation mit den Universitäten Stuttgart, Hohenheim und Tübingen auch in diesem Bereich noch enger zusammen zu arbeiten. Der große Wachstumstreiber der Forschung waren im vergangenen Jahr die Themen Data Science und Künstliche Intelligenz. Die Gründung des neuen Instituts für Künstliche Intelligenz, welche von allen drei Fakultäten unterstützt wird, bringt dies zum Ausdruck. Mit dem bewusst interdisziplinär ausgerichteten Ansatz wird hier vor allem anwendungsorientiert geforscht, was die Hochschule der Medien zu einem geschätzten Partner der Industrie macht. Ein wichtiges Ziel für 2019 ist der Ausbau der Kontakte und der Kooperation mit dem Cyber Valley. Intern wird das Ziel sein, die Visibilität der vielfältigen Themen weiter zu erhöhen und vor allem den Kollegen das Forschen „einfach“ zu machen. Die Aufstockung des Personals des IAFs ist hier ein Hebel. Ich bedanke mit für das besondere Engagement und auch die Kreativität unserer Kollegen. Zudem möchte ich mich beim Team des IAFs bedanken. In unermüdlicher Arbeit stehen sie oft hinter den erfolgreichen Anträgen und sorgen dafür, dass aus einer tollen Projektidee ein erfolgreicher Antrag wird. Prof. Dr. Nils Högsdal Prorektor für Innovation

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frontdoor_oas
Metadaten
URN:urn:nbn:de:bsz:900-opus4-66985
Parent Title (German):Hochschule der Medien (HDM) Stuttgart Institut für angewandte Forschung (IAF)
Contributor(s):Nils Högsdal
Other Person(s):Alexandra Wenzel
Document Type:Researchpaper
Language:German
Year of Completion:2019
Year of first Publication:2019
Creating Corporation:Hochschule der Medien
Contributing Corporation:Institut für angewandte Forschung ( IAF)
Release Date:2021/12/03
Page Number:142
Licence (German):License LogoCreative Commons - CC BY-NC-ND - Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International