Forschungsbericht 2009

  • Wer eine Wundertüte kauft, weiß zwar ungefähr, was auf ihn zukommt, aber dennoch ist der Inhalt immer wieder eine Überraschung. In diesem Sinne ist auch der jährliche Forschungsbericht der Hochschule der Medien (HdM) eine Wundertüte; die Vielfalt der bearbeiteten Themen unter dem großen Dach der Medien erstaunt jedes Mal aufs Neue. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Wer mehr wissen will, muss den vorliegenden Bericht lesen. Neben den Inhalten der Forschung interessiert natürlich auch die zählbare Seite des Forschungsbetriebs: wie viele Projekte wurden abgeschlossen, fortgeführt oder neu begonnen; wie viele Drittmittel wurden eingeworben, und wer waren die Partner. Die finanzielle Seite erreichte auch im Jahre 2009 eine neue Rekordmarke. Rund 3,7 Millionen Euro, die nach der Auffassung der HdM ihrer Forschung dienen, kamen zusammen. Herausragend dabei drei große Investitionsvorhaben, die der Begutachtung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterlagen. Diese zentrale Organisation der deutschen Forschungslandschaft, die als ausgesprochen anspruchsvoll gilt, hat drei große Pläne der HdM im Gesamtumfang von fast drei Millionen Euro gutgeheißen und die entsprechenden Maschinen und Geräte zur Beschaffung empfohlen. Für die HdM bedeutet dies zusätzliche Drittmittel in Höhe von anderthalb Millionen Euro. Sie wird alles tun, um diesem Vertrauensbeweis, der bis zu seiner Einlösung ein Vorschuss ist, gerecht zu werden. Die übrigen Geldgeber verteilen sich auf fast alle denkbaren Möglichkeiten. EU, Bund und Land sind mit jeweils verschiedenen Programmen und Einrichtungen ebenso vertreten wie kleinere und größere Unternehmen der Privatwirtschaft, jeweils mit größeren und kleineren Geldbeträgen oder sonstigen Unterstützungen. Sie alle haben kein Geld zu verschenken, viele weniger denn je. Sie erwarten sich von der Zusammenarbeit mit der HdM zumindest auch einen Fortschritt für ihre eigenen Ziele und Wünsche. Und natürlich handelt auch die HdM in ihrem eigenen Interesse: Forschung und Lehre für ihre zahlreichen Studiengänge auf hohem Niveau miteinander zu verbinden. In diesem Zusammenhang gibt es wieder einmal aktuelle Gründe, das Thema Promotionen an Fachhochschulen anzusprechen. Zwar lehnt das baden-württembergische Wissenschaftsministerium ein Promotionsrecht für Fachhochschulen nach wie vor ab, aber es scheint doch eine gewisse Bewegung in die Sache zu kommen, der das Ministerium mit seiner nachdrücklichen Empfehlung kooperativer Promotionskollegs einerseits entgegenzukommen und andererseits wohl auch die Spitze zu nehmen versucht. Die HdM ihrerseits versucht, diesen neuen Schwung für einen weiteren Schritt zum großen Ziel zu nutzen. Sie ist mit mehreren Universitäten und Pädagogischen Hochschulen des Landes im Gespräch, um sie für passende Gebiete der HdM-Forschung für diese Form der Zusammenarbeit zu gewinnen. Die Vorzeichen stehen besser, als es die erfahrungsgemäß reservierte Haltung der Universitäten hätte erwarten lassen. Doch letztendlich sind auch diese Kollegs nur eine Hilfskonstruktion, die den Fachhochschulen die volle Anerkennung als Stätten wissenschaftlicher Forschung verwehrt. Andere Staaten sehen das anders. Zum 1. Januar 2010 gilt es wieder einmal, einer befreundeten alten Partnerhochschule zur Anerkennung als Universität zu gratulieren: die frühere Budapest Tech Polytechnical Institution, noch früher das Budapest Technical College of Light Industry, ist jetzt die Obuda University mit allen Rechten einer Universität. Die HdM wird sich auch als Fachhochschule weiterhin bemühen, für ihre Absolventen und für ihre forschenden jungen Angehörigen Partner für den Erwerb eines Doktortitels zu finden. Sie ist dabei nicht ohne Erfolg geblieben – selten in Deutschland, überwiegend im europäischen Ausland, doch kann man seit kurzem auch „weltweit“ sagen: die gut zwanzig Jahre alte Partnerschaft mit der Technischen Universität Xi’an erstreckt sich jetzt auch auf das erste gemeinsame Promotionsverfahren. Auch die heutige TU Xi’an ist, am Rande bemerkt, eine der Hochschulen, die der HdM auf dem Weg zur Universität davongezogen sind. Prof. Dr. Wolfgang Faigle Prorektor für Forschung und Internationale Beziehungen

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Metadaten
URN:urn:nbn:de:bsz:900-opus4-64947
Subtitle (German):Institut für angewandte Forschung -2009
Contributor(s):Alexandra Wenzel
Other Person(s):Wolfgang Faigle
Document Type:Researchpaper
Language:German
Year of Completion:2010
Creating Corporation:Hochschule der Medien
Contributing Corporation:Institut für angewandte Forschung ( IAF)
Release Date:2019/05/17
Pagenumber:168
Access Rights:Frei zugänglich
Licence (German):License LogoCreative Commons - CC BY-NC-ND - Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International